Klimadestabilisierung und ihre Folgen

Mit dem COP26 Weltklimagipfel in Glasgow traf sich die Welt wieder einmal zu Beratungen und Beschlussfassungen zum menschengemachten Klimawandel. Die Erwartungen im Vorfeld waren dieses Mal nicht sehr groß, die live ausgehandelten Kompromisse lieferten keine Überraschungen und werden an der weiteren Destabilisierung des Klimas im Wesentlichen nichts ändern. Die dafür notwendigen Änderungen entgleiten mit dem Verstreichen wertvoller Zeit langsam aber sicher dem menschlich Machbaren. Obwohl von Umweltorganisationen über Versicherungsunternehmen bis hin zu Militärstrategen alle vor den verheerenden Folgen dieser Destabilisierung warnen und eine dystopische Zukunft beschreiben, gelingt es seit Jahrzehnten nicht, den dringend notwendigen Richtungswechsel wirklich einzuschlagen. Bislang stieg noch nach jedem Weltklimagipfel der CO2-Gehalt in der Atmosphäre weiter an. Nachdem der Club of Rome bereits in den 70er Jahren die Auswirkungen des vermehrten Austoßes von CO2 in die Atmosphäre klar skizziert hat, wird es aufgrund nicht erfolgter und unterbundener Handlungen 50 Jahre später wohl das erste, vom Klima geprägte Jahrzehnt in der modernen Ära der Menschheit geben.
In dem diesjährigen Workshop „Klimadestabilisierung“ wird der Klimawandel aus vielen unterschiedlichen Richtungen beleuchtet. Wie sieht es mit der Physik des Klimawandels aus, seit wann weiß man Bescheid, wie wurden die notwendigen Maßnahmen immer wieder verhindert, worin liegt die eigentliche Ursache, welche Heimat soll und wird die Erde für die Menschen in Zukunft sein? Diese und viele weiter Fragen sollen gestellt und beantwortet werden. Erst wenn man die enorme Komplexität des dringlichsten Problems der Menschheit begreift, kann man sinnhafte Strategien zum Umgang mit den zukünftigen Herausforderungen entwickeln.

 

Leitung

Dipl. Ing. Mag. Lothar Schäfer (HTBLuVA Salzburg)

Mag. Gerhard Schuller (HTBLuVA Salzburg)